Französischer Schnee

Ein Mann, der alles verloren hat.
Ein Freund, der zum Feind werden könnte.
Eine Stadt, die keine Gnade kennt.

Nachdem Jacques Bontemps seinen Job verliert, droht auch der Rest seines Lebens auseinanderzubrechen. Um seine Familie finanziell über Wasser zu halten, lässt er sich auf einen Kokaintransport von Südfrankreich nach Hamburg ein. Eine Fahrt, eine Übergabe, schnelles Geld. Doch der Deal scheitert – und plötzlich wird Jacques von der Polizei und den Männern gejagt, deren Ware er verloren hat.

An seiner Seite stehen Mikhail, ein Mann mit dunkler Vergangenheit, und Katerina, die gelernt hat, im Schatten zu überleben. Während die Verfolger näher kommen, muss Jacques entscheiden, wem er vertraut und wie weit er gehen will, um sich zu retten. Ausgerechnet unter Menschen, denen er früher aus dem Weg gegangen wäre, findet er eine Loyalität, die er lange nicht mehr kannte.

Doch seine Entscheidung gefährdet längst mehr als sein eigenes Leben.

Ein düsterer Kriminalroman über Schuld, ungewöhnliche Freundschaft und die Sehnsucht nach einem Neubeginn.

Französischer Schnee

Französischer Schnee als ebook für 2,99 €:

Im Amazon-Format als Kindle Edition

Im Standard-Format für Tolino

ISBN: 978-3-912186-07-9

Gedruckte Ausgaben:

Als KDP-Edition für 10,99 € (Taschenbuch gebunden, 326 Seiten)

ISBN: 978-1-730816-67-3

In Buchhandelsqualität via Shop für 15,99 € (Taschenbuch gebunden, 310 Seiten)

ISBN: 978-3-912186-06-2

Buchkritik

‚Frère Jacques, Frère Jacques, Dormez-Vous?‘ Schnarchnase Jacques Bontemps also, ein liebenswerter Zeitgenosse nahe der Midlife-Krise, von Selbstzweifeln geplagt, wird abrupt aus seinen bürgerlichen Träumen gerissen: der Arbeitgeber pleite, die Ehefrau untreu, der Sohn bekifft in der Schule erwischt. Als ob des Ungemachs noch nicht genug, wenn die kleine heile Welt aus ihren Festigkeiten stürzt, gerät Jacques an zwielichtige Gestalten, die ihm einen Drogentransport (Buchtitel: Französischer Schnee) vom lauschigen Südfrankreich ins schlechtwetterumtoste Hamburg aufnötigen.
Im ersten Teil des Romans herrscht eine langsame, bedächtige, dem Denken und Fühlen des Hauptakteurs angepasste Erzählweise vor, fast hat man den Eindruck man kenne den Typus der vorgestellten Person aus unmittelbarer Nachbarschaft oder habe man missliebige Lebensmuster schon genauso erlebt. Kaum im Schauplatz Hamburg angekommen entwickelt sich der Plot zu einer Art Drehbuch für einen neuen „ARD-Tatort“, das Erzähltempo drückt mächtig aufs Gaspedal, die schnellen Handlungsabfolgen reißen den Leser mit, treiben ihn neugierig vorwärts, ob die Story nun gut ausgeht oder in der Katastrophe versackt: Jacques Gangsterattitüden rufen seinen Gegenspieler, den Drogenfahnder von kriminalistischer Brillanz Frank Erikson auf den Plan, zum weit gespannten Bilderbogen gesellen sich weitere schräge Typen und Charaktere, genretypische Verfolgungsjagden, Schlägereien und Schießereien inklusive.

Der vielversprechende Newcomer Michael Noll lässt präzise Bilder mit viel Liebe zum Detail vor dem geistigen Auge aufscheinen, fast ist man geneigt, die Reise und Aufenthaltsorte des Protagonisten auf Google Maps mit zu verfolgen. Klare und variantenreiche Sprache beleuchtet unterschiedliche Aspekte und Facetten der Kriminalgeschichte, der Perspektivenwechsel unterstützt den Spannungsaufbau. Insgesamt mehr als einen Blick wert.